Biologischer Pflanzenschutz

Biologischer Pflanzenschutz:

Alles hat damit angefangen, dass wir in unserer Tomatenproduktion Hummeln eingesetzt haben. Die Hummeln bestäuben die Blüten, sodass die Ernte von 5er- und 6er-Trossen beginnen konnte. Alle 4 Wochen kommen neue Hummelvölker hinzu, damit der Beflug der Blüten gewährleistet ist, und alle Tomatenblüten auch bestäubt werden. Übrigens werden ausschließlich Hummeln eingesetzt und keine Bienen, da Hummeln bei uns im Gewächshaus bleiben anstatt zum nächsten Rapsfeld zu fliegen.

 

Seit 15 Jahren werden nun auch Schlupwespen gegen weiße Fliege, Raubmilben gegen Thripse, Wanzen gegen Raupen und viele mehr im Gewächshaus eingesetzt. Für jeden Schädling gibt es einen natürlichen Feind, den wir vorsorglich, oder bei Bedarf intensiv, in den Gewächshäusern einsetzen. Zur optimalen Verteilung werden kleine Tütchen oder Kärtchen mit der Eiablage des Nützlings an die Pflanzen gehängt, da die meisten Insekten bereits im Raupenstadium Schädlingseiablagen vernichten können. Die Erwachsenen Tiere leben oft von den Raupen der Schädlinge und legen Ihre eigenen Eier in die Eiablage der Schädlinge. So wird die Vermehrung der Schädlinge gehindert, und es kann auf Pflanzenschutzmittel verzichtet werden. Dies ist uns ethisch aber auch finanziell wichtig, denn fast jedes chemische Mittel würde nicht nur die Schädlinge, sondern auch unseren Nützlingbestand vernichten, und dieser müsste über Monate wieder aufgebaut werden.